History

Eingebunden in die herrliche Landschaft des Spreewaldes liegt Schloß Milkersdorf.

Die genaue Entstehungszeit des Herrenhauses ist nicht überliefert, jedoch findet sich die erste Erwähnung im Jahre 1773 durch den Reiseschriftsteller Johann Bernoulli: „Die Zufahrt zum Landgut Milkersdorf des Herrn von Vernezobre ist überraschend wegen der schönen Alleen, der gemalten Geländer, und der Reinlichkeit mit welcher alles unterhalten wird.“

Nach dem Tode des Freiherrn Francois Mathieu Vernezobre fielen die Cottbuser Besitzungen 1798, u.a. auch Milkersdorf, an seinen jüngeren Sohn Friedrich Wilhelm. Dieser war als Landrat des Kreises tätig und setzte zur Bewirtschaftung seiner Güter Pächter ein.
Im Jahre 1853 ging Milkersdorf an den preußischen Offizier Johann Alexander von Normann, dessen Mutter den Sohn Friedrich Wilhelms, Karl Friedrich von Vernezobre, geheiratet hatte.
Der Hauptmann von Normann, hinreichend bekannt durch seinen ausschweifenden Lebenswandel, Trunksucht und Vielweiberei verlor in nur 14 Jahren seinen gesamten Besitz.

1869 brachte nun der Calauer Kaufmann Hugo Wichard Rosenbaum Milkersdorf in seine Hand. In der Zeit der Rosenbaums fanden wohl auch die gründerzeitlichen Umbauten statt, welche der insgesamten, barocken Erscheinung jedoch keinen Abbruch taten.
Die Rosenbaums blieben bis 1939 im Besitz von Schloß Milkersdorf und schafften es glücklicherweise noch rechtzeitig, kurz nach Kriegsausbruch, nach Kanada auszuwandern.

Nach 1945 diente Schloß Milkersdorf als Gemeinde-, und Kulturhaus, Bürgermeisteramt und teilweise zu Wohnzwecken. Ab Mitte der siebziger Jahre folgte dann ein zeitweiliger Leerstand, welcher auch zu dem katastrophalen Zustand des Objektes führte.
Nach der Wende konnte Schloß Milkersdorf 1996 in den Familienbesitz zurückgeführt werden. Ein knappes Jahr später begannen dann die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen.
In mühevoller Kleinarbeit, sowie unter Berücksichtigung aller nur erdenklichen, denkmalpflegerischen Kriterien, haben wir ein Kleinod geschaffen, das, wie wir denken, seinesgleichen sucht.